Modellbahn Club Guben

Modellbahn Club Guben

2006

Modelleisenbahner auf Exkursion



Ein dicht gepacktes Arbeitsprogramm hatten sich die Freunde des Modellbahn-Clubs Guben für ihre diesjährige Exkursion zusammengestellt . Die Exkursionsziele waren diesmal technischer und kulturhistorischer Art .

Erstes Ziel waren die Werksräume der Firma Tillig in Sebnitz , ein allen Modelleisenbahnern wohlbekannter Name. Nach der Werksbesichtigung , bei der der Schwerpunkt vor allem im Formen und Musterbau lag , der Besichtigung der hellen Werksräume mit ihren modernen Maschinen, die aber trotzdem noch immer für Details umfangreichen menschlichen Einsatz erforderten, hatten wir dann doch eine Ahnung, warum manche der Modelle finanziell hoch angesetzt sind .

Nachdem wir unseren Bedarf an Modellbahn-Material im Werksladen gedeckt hatten , ging es am Nachmittag weiter zu den Eisenbahnfreunden der Schwarzbachtalbahn eV .
Letztere war eine kleine Schmalspurbahn , die im Sebnitztal in der Nähe von Bad Schandau abzweigte und in landschaftlich schöner Lage nach Hohnstein führte .

Obwohl der Fahrbetrieb auf dieser Strecke schon 1951 eingestellt wurde, wagen einige Unentwegte den Versuch einer Wiederbelebung dieser Strecke ,um die hintere Sächsische Schweiz touristisch zu erschliessen . Die Vereinsgeschichte und die erhaltenen Fahrzeuge auf dem Freigelände und im Güterschuppen beeindruckten. Es war imponierend, zu erfahren, welche Leistungen mit solch wenigen Mitgliedern erbracht werden konnten !

Unsere Freunde hatten eine fast 12 km weite Wanderung vorbereitet, die zunächst ungewohnt steil bergauf ging , um dann ebenso steil ins Tal der Sebnitz abzufallen .Nach Besichtigung der Clubräume der Eisenbahnfreunde an der Hst. Kohlmühle ging es auf der ehemaligen Bahntrasse über guterhaltene Brücken und durch zwei Tunnel zurück zu unserem Ausgangspunkt in Lohsdorf .

Der zweite Tag unserer Exkursion führte am Vormittag zum Museumstag ins BW Dresden- Altstadt . Wie mittlerweile vielerorts zu beobachten , wurden auch diese einst weiträumigen Anlagen abgerissen. Der einzige noch erhaltene Lokschuppen gehört jetzt einer AG von Eisenbahnfreunden, die sich der Erhaltung von eisenbahngeschichtlich wertvollen Fahrzeugen widmen. Weitere vorgesehene Themen des Tages waren die Lößnitztalbahn zwischen Radebeul Ost und Moritzburg , sowie die Bergbahnen am Weißen Hirsch .

Am späten Nachmittag ging es zurück nach Dresden . Im Rahmen einer kleinen Stadtführung rund um die kulturhistorischen Bauten der Altstadt, gestaltet von einem ortskundigen Modellbahnfreund unserer Gruppe , gelang es uns auch, die neuerbaute Frauenkirche zu besichtigen. Dieses wiedererstandene Kunstwerk wurde von uns allen als beeindruckend empfunden und bildete einen der Höhepunkte unserer Exkursion .

Die Heimreise führte uns zu dem technischen Denkmal der F60 nach Lichterfeld. Da wir alle mehr oder weniger technikinteressiert sind, galt auch diesem Objekt unsere besondere Aufmerksamkeit. Zum Glück hatten wir auch noch günstiges Wetter und damit eine herrliche Fernsicht über die Niederlausitz und das Elbe-Elster- Land .

Der Rückfahrt brachte uns nach Burg ( Spreewald), um im ehemaligen Bahnhof die dort ausgestellten Fahrzeuge der ehemaligen „Spreewaldbahn” anzuschauen und unseren Hunger zu stillen.
Am späten Nachmittag kamen wir wohlbehalten wieder in Guben an und resümierten :

Es war eine sehr erlebnisreiche Exkursion mit viel Eisenbahn , Technik, Kultur und noch mehr Spaß !

Werner Schulz